4.12 The spider's stratagem

«vorherige | nächste» | zurück zu den Episoden

02.02.2004 / ?

Gastauftritte: Nia Peebles (Rox Nava). John Cassini (Moldar).
Michael Tomlinson (Abgesandter). Christine Chatelain (Cavava).

Regie: Brad Turner
Drehbuch: Emily Skopov
"Verify distant secrets
Be Careful not to perish
A question as your guide.
What becomes the face of truth."
-- Enigma 03 of the Murti, CY 8567

Dylan schlägt sich mit einem Absandten des Vizekönigs Moldar von Phrynia an Bord der Andromeda herum; der Vizekönig ist berüchtigt als Waffenhändler und Dylan ist entschlossen, seinen Machenschaften ein Ende setzen. Der Botschafter besteht darauf, dass das Volk der Phyrnier sehr friedliebend sei, als ein Schiff entdeckt wird, das das Planetensystem heimlich verlassen will. Andromeda scannt das Schiff, kann jedoch nichts Ungewöhnliches feststellen.

Dennoch nimmt Dylan Kontakt mit dem kleinen Frachter auf; der Captain - Rox Nava - ist als Schmugglerin bekannt. Moldars Abgesandter betont auffällig, dass dieses Schiff in keinerlei Verbindung zum Vizekönig stünde. Nava, die sofort mit Dylan flirtet, besteht darauf, dass sie nicht der Rechtsprechung des Commonwealth unterliegt und außerdem hätte noch niemand den Erweis erbringen können, sie wäre tatsächlich eine Schmugglerin. Auch Andromeda muss zugeben, dass sie bisher nichts Verdächtiges bemerkt hat. Nava lädt Dylan ein, ihr Schiff persönlich zu inspizieren. Andromeda beendet ihre eingehenderen Scans und stellt dabei 100 Lebensformen in einem abgeschirmten Bereich fest; sie schließt daraus, dass Rox Nava keine Waffen, sondern Leute schmuggelt.

Dylan befiehlt Nava, an Bord der Andromeda zu kommen, doch diese antwortet mit dem Bereitmachen der Waffen. Als sie damit bei Dylan auf Granit beißt und sie Gefahr läuft, von Andromeda angegriffen zu werden, gibt Nava klein bei und ergibt sich. Der Abgesandte von Phrynia verlangt daraufhin ihre sofortige Auslieferung an Moldar, doch Dylan lehnt ab. Navas Ladung wird auf die Andromeda gebracht; ohne Dylans ausdrücklichen Befehl darf sich keiner der Ladung nähern.

Die Ladung entpuppt sich als Körperpanzerung mit biologischen Komponenten. Nava verlangt eine Entschuldigung, lehnt es aber ab, die Herkunft der Panzer zu verraten. Dylan bietet ihre Freilassung an, im Gegenzug würde er die Panzer behalten und sie hätte das Vergüngen, Moldar deren Verbleib zu erklären. Nava bleibt dabei, dass sie keine Ahnung hat, wo die Panzer herkommen; sie hätte sie nach Atol Pi liefern sollen. Dylan behält die Schmugglerin in Gewahrsam.

Vizekönig Moldar findet sich auf der Andromeda ein, ein kleiner, ungeduldiger und übellauniger Mann. Dylan lässt sich von seinen permanenten Drohungen nicht einschüchtern; im Gegenteil - er macht Moldar klar, wer hier das Sagen hat und droht damit, die Gespräche sofort zu beenden. Moldar versucht daraufhin, seine militärische Stärke ins Spiel zu bringen, woraufhin Andromeda ihm ihre Stärke demonstriert. Zähneknirschend muss Moldar zur Kenntnis nehmen, dass Dylan vorhat, die Panzer unter dem Schutz von Andromeda ausliefern zu lassen - immerhin seien diese nur Verteidigungswerkzeuge, keine Angriffswaffen - gegen eine kleinen Preis, versteht sich.

Beka und Rhade führen den Auftrag aus, die Panzer abzuliefern. Rhade versucht, Beka in ein Gespräch zu verwickeln, um die Zeit totzuschlagen. Er gesteht ihr sogar, dass er beinahe vor Lampenfieber gestorben wäre, als er an der Akademie die Abschlussrede halten sollte. Beka fragt ihn, was er in Wirklichkeit auf der Andromeda vorhabe; Rhade ist getroffen und unterstellt ihr, alle Nietzscheaner an Tyrs Verhalten zu messen.

Rommie stellt fest, dass die Panzer, während sie an Bord waren, sich aus eigener Kraft bewegt haben; die Lagerverwalterin behauptet, sie hätte davon keine Ahnung. Dylan wird misstrauisch, als Rommie feststellt, dass die Verwalterin auch noch "aus Versehen" wichtige Überwachungsdaten gelöscht hat.

Dylan überzeugt Nava, dass es für sie besser wäre, wenn sie mit ihm zusammenarbeite, auch wenn das bedeute, Moldar anzuschwindeln. Die beiden "neuen Partner" treffen mit einem höchst ärgerlichen Moldar zusammen, der wieder versucht, Dylan mit Drohungen einzuschüchtern. Der Abgesandte, der jetzt zu Moldars Delegation gehört, versucht hastig, die Situation zu entschärfen und die Gespräche am Laufen zu halten. Nava und Dylan machen Moldar klar, dass Dylan einverstanden ist, sich an Moldars Geschäften zu beteiligen, woraufhin der Vizekönig Dylan vorwirft, das Geschäft ganz übernehmen zu wollen. Dylan weist ihn höflich, aber bestimmt darauf hin, dass er ohnehin die Kontrolle in diesem Spiel hat und verlangt von ihm, die Herkunft der Körperpanzer preiszugeben, was Moldar nicht ganz freiwillig tut.
Unbemerkt von Rhade, betrachtet Beka an Bord der Maru einen der Körperpanzer aus der Nähe, der von selbst Beka "anspringt" und sich dann unter ihrer Kleidung versteckt. Ab diesem Moment scheint Beka nicht mehr sie selbst zu sein.

Andromeda kommt an den Koordinaten an, die Moldar als Herkunftsort angegeben hat; ein Gebiet mit erhöhter Schwerkraft erregt Rommies Interesse. Dylan und Nava ziehen los, um dieses Phänomen zu erkunden. Kaum sind die beiden von Bord gegangen, erteilt Moldar an eine Einheit von Soldaten auf dem Planeten den Befehl, dafür zu sorgen, dass die beiden nicht zurückkommen.

Während Beka und Rhade erstaunlich problemlos ihre Ware auf Atol Pi loswerden, wo niemand den Verlust einer Körperpanzerung bemerkt, finden Nava und Dylan auf dem Planeten einen Turm ohne erkennbaren Eingang. Dylan fühlt sich an ein vedranisches Märchen erinnert und benutzt den Enterhaken seiner Kampflanze, um den Turm von außen zu besteigen. Nava bleibt auf dem Boden zurück.

Ein Kurier von der Andromeda überbringt der Maru eine Nachricht von Dylan über die besonderen Eigenheiten der Körperpanzer, doch Beka unterbricht die Übertragung mit der Bemerkung, dass diese Nachricht wohl nicht länger wichtig wäre, da sie die Panzer bereits ausgeliefert hätten. Rhade hat - im Gegensatz zu ihren Kunden auf Atol Pi - sehr wohl das Verschwinden eines Panzers bemerkt und konfrontiert Beka damit; doch diese besteht darauf, dass Rhade sich verzählt haben muss.

In der Turmkammer findet Dylan eine junge Frau, Cavava, die an einem Spinnrad sitzt und Fäden verspinnt, die aus ihren Fingerspitzen kommen. Er erklärt ihr, er wäre hier, um ihr zu helfen; Cavava wundert sich, dass er keinen Körperpanzer will und die Macht, die ihm dieser bringen würde. Außerdem hat sie Angst vor einer "alten Frau", die sie gefangen halten würde. Dylan stellt fest, wie sehr das alles seinem vedranischen Märchen ähnelt. Er nimmt Cavava mit nach unten, während Nava sich bereits mit Moldars Truppen herumschlagen muss, die zu allem Übel mit dem Körperpanzer ausgerüstet sind. Sie hält durch, bis Dylan ihr zu Hilfe kommt, doch nicht einmal dessen Kampflanze kann die Panzer durchdringen. Ein Glückstreffer in die Augen eines Angreifer zeigt ihnen die verwundbare Stelle ihrer Gegner, die sie daraufhin in die Flucht schlagen.

Dylan und Nava nehmen Cavava mit zurück an Bord, wo Dylan die junge Frau in den Kühlraum bringt, in dem die Körperpanzer gelagert werden, um ihren Metabolismus zu verlangsamen. Cavava protestiert gegen diese Behandlung, nennt die Panzer ihre "Kinder". Als Dylan ihr eröffnet, dass auch sie im Kühlraum bleiben wird, verändert sich Cavavas Ausshen - sie wird aus einer menschlichen Frau zu einem Alien und greift Dylan an.

Gleichzeitig greift Beka unter dem Einfluss des Körperpanzers an Bord der Maru Rhade an und überwältigt ihn.
Dylan befiehlt Andromeda, den Lagerraum zu vereisen und rettet sich in eine Landekapsel. In dem Moment, als Cavava eingefroren wird, verliert die Körperpanzerung an Bord der Maru die Gewalt über Beka.

Die Maru kehrt zurück zur Andromeda und Rommie kann erklären, weshalb die Bio-Komponenten die Panzer so effektiv machten; sie kann jedoch nicht erklären, weshalb Bekas Panzer seine Macht verlor, als seine Schöpferin eingefroren wurde.

Beka muss sich Dylan gegenüber wegen der Ereignisse an Bord der Maru rechtfertigen; sie gesteht, dass sie keine Ahnung hat, weshalb sie zugelassen hat, dass der Körperpanzer von ihr Besitz ergreifen konnte. Dylan fragt, ob sie irgendwelche anderen Probleme vor sich herschiebt, die vielleicht mit der Crew zu tun haben könnten. Beka ist sehr verärgert darüber, dass Dylan ihr scheinbar nicht mehr misstraut, nach allem, was sie zusammen durchgemacht haben und verlässt wütend Dylans Quartier.

Doch Dylan bleibt nicht lang allein - Rox Nava ersetzt Beka, bedankt sich bei ihm für die Zusammenarbeit und verführt ihn…

***

Grauenhaft und völlig außerhalb jeglicher Logik wird nach Dylans Rauswurf aus dem Commonwealth und dem Ausbruch eines Bürgerkrieges diese völlig belanglose Episode "eingestreut". Die schwächste der 4. Staffel - nicht nur, weil Nia Peebles (Rox Nava) das erste "Babe der Woche" ist (Molly aus 4.03 zählt nicht).