Freitag, 13.08.2004

 



Bildnachweis:
ConLogo © WolfEvents
Radisson © Dennelayn


... sowie Gordon Michael Woolvett und Steve Bacic im Radisson Edwardian Heathrow Hotel.

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Motto I: "Remind me to never take you two on a side mission again?!"
(Dylan in 4.17 Abridging the Devil's Divide zu Telemachus und Harper)

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Author's note: This report is written in my own language (that would be German, btw *vbg*) mixed with some English quotes. If you wish a partial translation, please let me know (click the [Mail]-link in the upper menu, thanks). All photos are displayed with the permission of the individual copyright holder. Due to webspace restrictions thumbnails won't entlarge by clicking on them. If you want to see the original of my own photos please -again- contact me.

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Ok, das ist also (endlich) mein Report vom Kevin Sorbo-Event (auch wenn die anwesende Harperfraktion eher von einer Andromeda-Con spricht). Egal, wie man es nennt, für mich war es ein mega-geiles Wochenende, das auch drei nahezu schlaflose Nächte - an denen allerdings weniger "Wein und Gesang" Schuld waren als vielmehr "Erkältung und Krach" - nicht trüben konnten. Für jedes fortgeschrittene Psychologie-Endsemester wäre außerdem die reine Beobachtung von "Menschen in einer Hotel-Lobby", "Menschen beim Anstehen" oder wahlweise "Menschen bei der Begegnung mit ihrem Idol" bzw. "Menschen, Sprachen und Verhaltensweisen" eine eigene Doktorarbeit wert gewesen. Auch "Gruppendynamik" hätte sich gut gemacht, lebt doch ein solches Get-Together geradezu von der Gruppenbildung der Anwesenden... anyhoo, bevor ich völlig den Faden verliere (und das, bevor ich überhaupt angefangen habe) - ich hatte meinen Spaß und selbst wenn sich jetzt die "verfeindeten" Blöcke auf den diversen Boards gegenseitig die Nettigkeiten um die Ohren werfen - who cares, ich hatte meinen Spaß und hey, wer manche Dinge zu ernst nimmt, hat noch nicht erfahren, was wirklich zählt im Leben. OMG, die Einleitung ist beinahe länger als der ganze Bericht... ich bitte um Verzeihung... here we go:

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Zum Glück bin ich kein abergläubischer Mensch. Glaube ich wenigstens. Aber irgendwie mulmig fühlt es sich doch an, wenn DER Tag, auf den ich ein Vierteljahr sehnsüchtig gewartet habe, ausgerechnet ein Freitag, der 13. (08.2004), ist. Brrrrr. Zum Glück blieb der beinahe verpasste Bus zum Bahnhof die einzige echte Panne des Tages. 3 Stunden später war die Aufregung vom Morgen vergessen, dafür war das Treffen auf dem Londoner Flughafen mit Sabina aus München und Meretean (Anne) aus Kopenhagen umso erfrischender und schöner! Ich staune immer wieder, wie klein die Welt ist und wie problemlos man sich auf dem größten europäischen Flughafen Heathrow quasi in die Arme läuft! Die Wartezeit auf den Hotelzubringerbus (verniedlichend "Hoppa Bus" genannt) vergeht mit Ratsch und Tratsch.

Das Hotel in unmittelbarer Flughafennähe ist... gewöhnungsbedürftig. Nicht nur, dass sich das 5-Sterne-Hotel durch polarbärenfreundliche Atmosphäre auszeichnet... nein, man kann sich darin auch noch verlaufen, und das gründlich. Dass mein Zimmer (und das daneben von Meretean) direkt über dem Lieferanteneingang liegt, wird uns noch zu schaffen machen, aber fürs Erste sind wir nur froh, das Gepäck loszuwerden und uns dann brav um 16.00 Uhr in die Schlange vorm "registration deck" einzureihen, wie ich überhaupt dieses Wochenende wieder eine Schnell-Lektion im "British Q-ing" lernen werde.

Die Leute von WolfEvents am "deck" arbeiten nett und zügig, und so hat jeder bald die Formalitäten hinter sich. Am schwersten fällt es vor allem den Neulingen auf einer WolfCon (mir!!!!), sich vom Start weg zu entscheiden, wieviele der offiziellen Fotos er/sie kaufen soll (dazu gehört dann automatisch ein Autogramm), wieviele Extra-Autogramme (für die mitgebrachten "private items", also zB. DVD-Hüllen, TradingCards, etc. - was man halt so signieren lassen möchte) und ob man sich für alle Fotosessions mit den Ehrengästen Tickets kauft. Mein Geldvorrat schmilzt gleich am ersten Tag wie ein Schweizer Gletscher im Sommer.

Mit den Ladies vom OAKSFC (mal sehen, wen ich noch alles zusammenbekomme: Sabina, Themis, Carol, Tracie, Mariola, Sian, Chimera... und da verließen sie mich... sowie einem einzigen Mann, nämlich Neil, Tracie's Ehemann) und meiner unermüdlichen Begleiterin Meretean wage ich das Abenteuer "Abendessen im Hotelrestaurant". Dass die Wartezeit tatsächlich eine Stunde beträgt, beunruhigt vor allem diejenigen, die für das noch bevorstehende Großereignis des Tages, nämlich die "Meet & Greet"-Party (von manchen "Cocktail-Party" bezeichnet) eine gewisse (intensivere?) Vorbereitungszeit brauchen.

Dieses "Meet and Greet" findet ab 20 Uhr in einem sehr gut gekühlten Atrium mit zwei unterschiedlichen Sitzebenen statt. Jemand murmelt, dass hier letztes Jahr noch der Hotelpool gewesen sei. Die BesucherInnen gruppieren sich jeweils zu zehnt an runden Tischen. Zwischen Meretean und Shirl fühle ich mich gut aufgehoben, vor allem, weil ich Dank dänischer Hilfe auf den Geschmack gekommen bin... genauer gesagt: auf den Geschmack von Malibu mit Cola... gutes Stöffchen!

Die Ehrengäste werden einzeln zu uns ins Atrium kommen und die Runde machen, that's the plan. Leider ist das Fotografieren an diesem Abend verboten. Natürlich ist es schade, aber ich sehe ein, dass die familiäre Stimmung unter möglicherweise hektischem Blitzlichtgewitter leiden würde. Gordon trifft zuerst ein, mit einem breiten Grinsen im Gesicht und einer "Beck's" Bierflasche in der Hand. Er geht von Tisch zu Tisch, schüttelt jedem die Hand, lässt sich den Namen und das Herkunftsland sagen. Bei uns äußert er sich völlig begeistert über London. Er sei bereits seit einer Woche dort und erzählt, dass er im Anschluss an die Con mit Frau Michelle und Sohn Rogan noch nach Paris und Südfrankreich in die Ferien fahren wird.

Eine Begleiterin von WolfsEvent passt auf, dass Gordon - wie nach ihm Steve und Kevin - nicht zuviel Zeit an einem einzelnen Tisch verbringt und alle gleichmäßig mit seiner Aufmerksamkeit beglückt. Steve erscheint als nächster - und schlägt ein wie eine Bombe mit seinem wilden Look! Sonnenbrille, längere Haare, Vollbart. Meretean schmilzt neben mir dahin, vor allem, als Steve sie erkennt und sofort auf ihre Website anspricht. Innerhalb von Sekunden hat sie die eindeutige Erlaubnis von ihm, sich als "offizielle" Fanseite zu betrachten. Meretean schwebt.

Während Steve noch bei uns steht, verstummen auf einmal die Gespräche - Kevin kommt herein und ein Raunen geht durch die Menge. Das müssen ihm selbst seine Kritiker lassen - wenn er einen Raum betritt, gehört ihm die Aufmerksamkeit der Anwesenden, eine seltene Gabe. Er trägt ein langärmeliges, dunkelblaues Hemd, schwarze Jeans, ist braungebrannt und hat endlich wieder längere Haare ohne diesen krampfhaften Pony. Wieder die Runde: Händedruck, Frage nach Name und Herkunft. Er hat die obligatorische Wasserflasche in der Hand und schnappt sich einen freien Stuhl an unserem Tisch. Er war sogar schon mal in Stuttgart (Porsche Testfahrt? *g*), sagt er und bedauert es, an diesem Abend nicht in Athen bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele zu sein. Sicherheitsgründe, sagt er. Ich erzähle ihm, dass man in Athen gerade noch einen Ersatz für ihn gefunden habe (bei der Eröffnungsfeier wurde eine Herkulesfigur gezeigt, die mit der neunköpfigen Hydra kämpfte - habe ich auf dem Zimmer im Fernsehen gesehen...). Das scheint das richtige Stichwort gewesen zu sein. "Do you guys realise that Hercules stopped 5 years ago? Already?" Das sei ihm wieder richtig deutlich geworden, als er mit Michael Hurst im März die Episodenkommentare zu den restlichen Hercules-Staffeln in L.A. gemacht habe und sich an viele Dinge gar nicht mehr erinnern konnte. Michael hatte wohl weniger Probleme, meinte er. Aber Michael habe ohnehin ein phänomenales Gedächtnis. Über Andromeda erzählt Kevin nicht viel, nur, dass sie bereits 8 Folgen im Kasten und das erste Mal in vier Jahren fünf Wochen Sommerferien hätten. Dann steht er auf und zieht weiter... die Spannung an unserem Tisch lässt spürbar nach... wir beobachten ein wenig, wie die 3 Jungs ihre Bahn von Tisch zu Tisch ziehen und nach einer Stunde heimlich, still und leise den Abgang machen...

Das war im wesentlichen der Freitag Abend. Nach einem kurzen Abstecher in die Disco beschließe ich, dass mir die Musik zu laut ist und somit ziehe ich mich in meine Gemächer zurück ;-)

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