Andromeda Basics

Wer war Andromeda ? | Andromeda goes Sci-Fi
 

Andromeda klassisch

Andromeda war die Tochter des äthiopischen (manche Quellen sprechen auch von "venetisch" oder "phönizisch") Königs Cepheus und seiner Gemahlin Kassiopeia. Als Kassiopeia sich damit rühmte, dass ihre Schönheit und die ihrer Tochter grösser sei als die der Nymphen im Meer, sandte Poseidon, der Gott der Weltmeere, den mächtigen Wal Cetus (uns bekannt aus der Folge "Im Bauch der Bestie", 2. Staffel), um die äthiopische Küste zu zerstören. Der einzige Weg das Monster zu beschwichtigen war, ihm die reizende Tochter Andromeda zu opfern. Nach langem Kampf von Seiten der Eltern wurde sie schliesslich an einen Felsen am Meer gekettet.

Glücklicherweise kam der grosse Hels Perseus (ausnahmsweise nicht Herkules/Herakles) vorbei. Er verliebte sich in die schöne, fast nackte, nur mit ein paar Schmuckstücken bekleidete, am Felsen angekettete Andromeda. Perseus forderte von König Cepheus Andromedas Hand und ein eigenes Königreich für deren Rettung. Da dieser um das Leben seiner Tochter bangte, willigte Cepheus ein. Daraufhin zog Perseus seine geflügelten Schuhe an und eilte durch die Lüfte in Richtung Meeresungeheuer. Sein ganzes Handeln war darauf abgestimmt, die Aufmerksamkeit dieses Mädchens auf sich zu lenken. Daher vollzog er die Befreiung möglichst lärmend und aufsehenerregend, nur mit dem Krummschwert in seinem muskulösen Arm bewaffnet. Er hätte das Ungeheuer auch mit dem abgeschlagenen Haupt der Gorgone Medusa besiegen können, welches er bei sich trug, doch das schien ihm der Situation nicht angemessen. Perseus und Andromeda heirateten und lebten glücklich ein langes Leben zusammen. Die Götter gewährten den beiden einen Platz unter den Sternen*.

*als Sternbild des nördlichen Himmels: Andromedanebel, großer Spiralnebel im Sternbild Andromeda, mit bloßen Auge sichtbar; Entfernung zur Erde ca. 2,5 Mio. Lichtjahre. (1 Lj. = 9,46 Billionen km)

 

Andromeda goes Sci-Fi

Das Skript zu der Serie stammt aus einem ca. einen halben Meter hohen Berg von Notizen aus dem Nachlass des StarTrek-Erfinders Gene Roddenberry, den 1999 Robert Hewitt Wolfe, ein Drehbuchautor, in die Hand gedrückt bekam. Böse Zungen behaupten, dort - in Nachlass - hätte die Serie auch bleiben sollen, aber dazu gehöre ich nicht. Noch nicht. (Zeitpunkt dieser Aussage: Januar 2003/ich kenne das erste Drittel der 3. Staffel). Wolfe tat meiner Meinung nach das beste, was dieser Sammlung von Notizen und Ideen passieren konnte - er entwickelte ein Serienkonzept, das für fünf Produktionsjahre (jeweils von Anfang April - bis Ende November wird in Vancouver gedreht) halten sollte. Die Verantwortlichen der Produktionsfirmen Tribune und Fireworks suchten für den neu geschaffenen Hauptcharakter Dylan Hunt den geeigneten Mann und fanden ihn in Kevin Sorbo, dessen Erfolgsserie "Hercules" zu diesem Zeitpunkt am Höhepunkt, aber auch am Auslaufen war. Sorbo sicherte sich vertraglich Gestaltungs- und Mitspracherechte bei der Auswahl seiner Schauspieler-KollegInnen und nahm von Anfang an eine Zwitterposition ein - nicht *nur* Schauspieler, aber wesentlich mehr. Ab der 2. Staffel stieg Kevin Sorbo gar zu einem der Executive Producers der Show auf; Gerüchten zu Folge hatte er wesentlichen Einfluss auf den Rauswurf von Robert Hewitt Wolfe, dessen Drehbücher Sorbo *zu dunkel* fand und die nicht geeignet waren, auch die Leute anzusprechen, die nur gelegentlich bei Andromeda reinschauen wollten. Ich habe übrigens noch keine einzige Folge von "Hercules" gesehen und denke bis heute, dass ich dafür einen Haufen gute Gründe habe...

Auch wenn Kevin Sorbo anfangs vehement die Meinung vertrat, dass Andromeda nichts mit dem StarTrek-Universum zu tun hat, waren die Parallelen von Anfang an ähnlich. Mittlerweile hat auch Sorbo eingesehen, dass Andromeda ohne StarTrek nicht denkbar wäre.

In StarTrek hat sich die Menschheit auf der Erde zu einem Staat, dem Planet Erde, zusammen geschlossen; die "Förderation der Planeten" hat sogar ihren Sitz hier. In Andromeda haben sich die Bekannten Welten, deren Anzahl beinahe in die Millionen ging, unter der Führung der Vedraner zum Commonwealth zusammen geschlossen; Sitz des Commonwealth ist Tarn-Vedra, der Heimatplanet der Vedraner und Inbegriff für Gerechtigkeit und Hochkultur. Spielt StarTrek in einer relativ nahen Zukunft - einigen hundert Jahren - so finden die Ereignisse bei Andromeda in einer Tausende von Jahren entfernten Zukunft statt (die Erde tritt 2057 n.C. dem Commonwealth bei; das entspricht dem CW-Jahr 7085; die erste Staffel beginnt im Jahr 10087 CW = 5059 n. Chr. Alternative Zeitangaben: AFC = After the Fall of the Commonwealth, hier beginnt das Jahr 0 dieser Zeitrechnung bei 9784 CW). Insofern ist der Commonwealth eine konsequente Weiterentwicklung des StarTrek-Universums. War in StarTrek ein *running gag* stets noch Datas Kampf um mehr Menschlichkeit gewesen, so sind bei Andromeda die Künstlichen Intelligenzen im Stande, alle Funktionen eines Lebewesens zu imitieren. Sie können Gefühle zeigen, sich problemlos bewegen, da ihnen beinahe unendlich haltende androidische Körper zur Verfügung stehen, die sich in Masse/Gewicht nicht von echten Körpern unterscheiden, und stehen unter dem besonderen Schutz des Commonwealth, wobei ihre Rechte nicht denselben Umfang haben wie die ihrer natürlichen Mitbürger.

Es gibt keine externen Gegner des Commonwealths mehr, es kann daher nur durch Verrat von innen fallen. Eine Unterart der Menschen, genetisch hochgezüchtet, die sog. "Nietzscheaner", die auf alle anderen Rassen verächtlich herabsehen, erheben sich nach jahrelangen Vorbereitungen und beginnen ihre Rebellion. Die "Andromeda Ascendant", das Flaggschiff der CW-Flotte, wird im Hephaistos-System mit einem fingierten Notruf in die Falle gelockt. Der Captain der Andromeda und spätere Held der gesamten Serie, Dylan Hunt, erkennt, dass sein eigener Erster Offizier - ein Nietzscheaner - ihn verraten hat und er diese Schlacht nicht gewinnen kann. Hunt lässt das Schiff evakuieren und in ein Schwarzes Loch stürzen, in dessen Ereignishorizont er die nächsten 303 Jahre in einer Art Stasis verbringt, ohne einen Tag zu altern, während um ihn herum Die Lange Nacht, die Zeit nach dem Niedergang des Commonwealth beginnt, in der Anarchie und Chaos das zerstören, was Nietzscheaner und Magog - noch grausamer als die Nietzscheaner - nach ihrer Rebellion und Beutezügen übrig gelassen haben.

Die Rettung aus dem Schwarzen Loch verdankt Hunt der Crew der Eureka Maru unter der Führung ihres Captains Beka Valentine. Beka und ihre Crew verdienen ihren Lebensunterhalt mit "Bergungsarbeiten" - eine hübsche Umschreibung für Schmuggel, das Aufbringen von Schiffswracks, Auftragsarbeiten aller Art. Ihr derzeitiger Auftraggeber hat es auf die sagenhaften Novabomben abgesehen, mit denen die Andromeda vor ihrem Verschwinden bestückt war, bevor sie in das Schwarze Loch gezogen wurde. Diese Novabomben sind sogar im Stande, Sonnen zu zerstören. In einem waghalsigen Manöver kann die Maru die Andromeda aus dem Sog des Schwarzen Lochs befreien. Da wider Erwarten das Schiff nicht verlassen ist, plädieren Beka und ihre Crew dafür, die Andromeda ihrem rechtmäßigen Captain zu lassen, doch davon will ihr Auftraggeber nichts wissen. Mit Hilfe einer Söldnertruppe versucht er, Hunt zu ermorden. Die Crew der Maru stellt sich auf die Seite von Hunt und nimmt am Ende des Pilotfilms sein Angebot an, auf der Andromeda zu bleiben und zu versuchen, das Unmögliche möglich zu machen - die Wiederherstellung des Commonwealth, das Ende des Chaos.